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33. STVO Novelle tritt mit 01.10.2022 in Kraft !

Unten stehend sind einige wichtige neue Regeln angeführt ( nicht vollständige Aufzählung)

Seitenabstand

Beim Überholen muss an sich ein von der Geschwindigkeit abhängiger Sicherheitsabstand zum zu überholenden Fahrzeug eingehalten werden. Für das Überholen von Fahrrädern und Rollern wird nun dafür aber ein bestimmter Wert festgelegt. Dieser soll im Ortsgebiet in der Regel mindestens 1,5 m betragen, außerhalb des Ortsgebietes mindestens 2,0 m. Fährt man selbst aber nicht schneller als 30 km/h kann der Seitenabstand auch geringer sein und es gilt die allgemeine Regel.
Kann ein ausreichender Seitenabstand nicht eingehalten werden, darf nicht überholt werden.

 

Radeln gegen die Einbahn

Fahren gegen die Einbahn ist weiterhin nur dann zulässig, wenn dies durch Verkehrszeichen ausdrücklich erlaubt wird. Die Ausnahmeregelung wird im Verkehrszeichen selbst bzw. durch Zusatztafeln am Anfang und Ende der Einbahn angezeigt. Bodenmarkierungen sind nicht zwingend erforderlich.

 

Reißverschlusssystem

Die Sondervorrangregel für den Fahrradverkehr beim Verlassen eines Radweges bzw. eines Rad- und Gehweges, die einen Fall der Fließverkehrsregel darstellt, entfällt in Fällen, in denen ein Radweg im Ortsgebiet parallel einmündet und der/die Radfahrer:in seine Fahrtrichtung beibehält. Das Reißverschlusssystem gilt – wie bereits im Fall von Radfahrstreifen – nun auch für diese Situationen.

Neben der Situation des Reißverschlusssystems gibt es noch den Nachrang des Radfahrers und der Radfahrerin. Dieser besteht daher weiterhin gegenüber Fahrzeugen im fließenden Verkehr, die am Ende des Radweges queren oder aus der entgegengesetzten Richtung einbiege

Verbot des Überragens beim Schrägparken

Das Hineinragen von Fahrzeugteilen soll nunmehr generell eingeschränkt werden. Dies gilt insbesondere für Radfahranlagen aufgrund der potenziellen Gefahr, wenn hineinragenden Fahrzeugen ausgewichen werden muss oder es zu Zusammenstößen kommt. Zulässig bleiben soll im Fall von Gehsteigen und Gehwegen das Hineinragen im praktisch kaum zu vermeidenden, geringfügigen Ausmaß, wie Seitenspiegel oder Stoßstange, und für Ladetätigkeiten bis 10 Minuten.

 

Nebeneinanderfahren

Bisher war das Nebeneinanderfahren von Radfahrer:innen nur auf bestimmten Straßen (Radwege, Fahrradstraßen, Wohnstraßen und Begegnungszonen) sowie für Trainingsfahrten mit Rennfahrrädern zulässig.

Mit der Neuregelung wird das Nebeneinanderfahren von maximal zwei einspurigen Radfahrer:innen zusätzlich auf Fahrbahnen mit zulässigem Maximaltempo 30km/h erlaubt, sofern es das Verkehrsaufkommen zulässt, niemand am Überholen gehindert wird, niemand gefährdet wird und es sich bei der Straße nicht um Schienenstraßen oder Vorrangstraßen handelt; dies bedeutet auch, dass das Nebeneinanderfahren auf Radfahranlagen und der angrenzenden Fahrbahn unter den genannten Voraussetzungen erlaubt ist.

Im Falle der Begleitung eines Rad fahrenden Kindes unter 12 Jahren soll das Nebeneinanderfahren, ausgenommen auf Schienenstraßen, immer zulässig sein. Das Befahren von Gehsteigen und Gehwegen mit dem Fahrrad in Längsrichtung ist verboten und auch strafbar.

 

 

 

Gefahr im Straßenverkehr: "Handy am Steuer wie 0,8 Promille"

 

Mehr als eine Million Euro Strafen wurden seit 2010 für Telefonieren am Steuer ausgestellt - die Tendenz ist wieder steigend.

 

Was hatten 115.470 Österreicher im Vorjahr mit Fußball-Ikone David Beckham gemeinsam?

 

Sie wurden von der Polizei am Steuer ihres Wagens beim Telefonieren erwischt.

 

Was Beckham von den Österreichern trennt, sind die Konsequenzen: Weil das Vergehen in Großbritannien als Delikt im Punkteführerschein gilt, musste der prominente Ex-Kicker seine Fahrerlaubnis für sechs Monate abgeben. Er hatte zuvor bereits Strafpunkte wegen Schnellfahrens und Tippens am Smartphone während des Autofahrens gesammelt. In Österreich werden „nur“ 50 Euro Strafe fällig. Und auch das nur, sofern man von der Exekutive angehalten wird, oder auf einem Radarbild beim Telefonieren zu sehen ist, erklärt Andreas Stipsits, Leiter der burgenländischen Verkehrsabteilung. Aufgrund einer Beobachtung verschickt würden solche Anzeigen nicht.

 

„Im Blindflug“

 

Doch das Handy am Steuer ist kein Kavaliersdelikt: Es verschlechtert die Reaktion so stark wie 0,8 Promille Alkohol im Blut, warnt der Verkehrsclub Österreich (VCÖ). „Telefonierende Autofahrer reagieren etwa eine halbe Sekunde später“, konkretisiert VCÖ-Experte Markus Gansterer. Das Unfallrisiko steige bis auf das 23-Fache an. Konkretes Beispiel: Läuft ein Kind 25 Meter vor einem Pkw, der 50 km/h fährt, über die Straße, kann ein aufmerksamer (nicht telefonierender) Lenker gerade noch rechtzeitig anhalten. Ein Autofahrer, der eine halbe Sekunde verzögert reagiert, fährt das Kind mit rund 35 km/h nieder – schwere Verletzungen oder der Tod wären die Folge.

 

ÖAMTC-Psychologin Marion Seidenberger warnt: „Man kann nicht mehrere Aufgaben gleichzeitig gut bewältigen.“ Sie hat die Auswirkungen in Echtfahrversuchen gemessen: „Es ist nicht nur das Handy. Ist man mit 50 km/h unterwegs, nimmt dabei eine Brille aus dem Etui und setzt sie auf, dann legt man in dieser Zeit mindestens 40 Meter ,im Blindflug’ zurück. Wer beide Hände dazu benötigt, kann sogar bis zu sieben Sekunden lang freihändig unterwegs sein.“

 

Artikel aus dem Kurier von Stefan Jedlicka

 

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Welche Arten von Anhängern dürfen gezogen werden?
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Landwirtschaftliche Fahrzeuge, was darf angehängt werden?
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